Esst ihr bis ihr satt seid oder bis der Teller leer ist?

Denken wir ganz scharf nach, müssen wir uns wahrscheinlich Zweiteres eingestehen. Schließlich hallt der mütterliche Satz, „Erst wird aufgegessen, dann kannst du spielen gehen.“, unbewusst nach. Auch das Phänomen, dass wir in Gesellschaft mit anderen mehr essen, als wir allein essen würden, ist euch sicher bekannt. Es geht beim Essen also nicht nur um eine funktionale Erfüllung körperlicher Bedürfnisse,  sondern auch um kulturelle, emotionale und psychologische Aspekte.

Forscher wissen schon länger, dass der Mensch nicht in erster Linie isst, bis er satt ist, sondern bis er seinen Teller geleert hat. Legendär ist ein Experiment, bei dem sich Suppenschüsseln unbemerkt von unten wieder auffüllten. Die Versuchspersonen löffelten aus den wundersamen Schalen 73 Prozent mehr als eine Vergleichsgruppe – und wurden sich des Mehrkonsums kaum bewusst. (SZ)

Das heißt also, je größer die Portion, je tiefer der Teller ist, desto mehr essen wir. Auch wenn wir eigentlich schon satt sind. Gibt es dann keinen ausreichenden Energieverbrauch der zu sich genommenen Kalorien, beginnt das Fettpölsterchen zu wachsen. Was dann als Folge passieren kann, ist bekannt: starkes Übergewicht, das das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes erhöht.  (Spiegel) Da sind wir also oft in der Zwickmühle: schmeckt es uns besonders gut, wollen wir immer noch mehr davon haben. Auch unser schlechtes Gewissen, Essen auf dem Teller liegen zu lassen, was in China zur Kultur gehört, meldet sich dann. Genauso wie die Überlegung, Geld zu verschwenden, wenn wir nicht alles essen, was wir bezahlt haben (also essen wir lieber, obwohl wir satt sind).

Bei unseren Portionen orientieren wir uns an die 400 bis 550 Gramm-Regel, die für Erwachsene als optimales Gewicht für Hauptmahlzeiten gelten (z.B. DGEeatsmarter). Hierbei kombinieren wir stets unterschiedliche Lebensmittel, die für eine vollwertige Ernährung stehen. Es sollte immer Gemüse bei euren Hauptmahlzeiten dabei sein, auch wenn für einige die Devise „Fleisch ist mein Gemüse“ gilt. Wenn ihr beim nächsten Mal vor euren Teller sitzt, versucht euch doch dazu mehr Zeit zu nehmen und die unbewusst laufenden Gedanken auszuschalten. Ein Getränk dazu und das Sättigungsgefühl kommt von ganz allein.

Vor lauter Einflüssen, denen wir unbewusst und bewusst ausgesetzt sind, sollten wir aber den Genuss beim Essen nicht vergessen. Denn der ist ist auch wichtig für’s Wohlbefinden.

Wir achten darauf, dass die Gerichte nicht nur wohlportioniert, sondern auch frisch und köstlich für euch daherkommen. Ein Blick in die Wochenkarte verrät euch, was wir uns für euch ausgedacht haben.